Die E-Mail-Bewerbung: bewährter Standard im Bewerbungsprozess
Die Bewerbung per E-Mail gehört heute zum festen Standard – neben Online-Bewerbungsportalen, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Ich zeige Ihnen, worauf es bei Absender, Empfänger, Betreff, Anschreiben-Text und Anhängen wirklich ankommt.
Warum die E-Mail-Bewerbung bis heute bewährt ist
Die Bewerbung per E-Mail gehört heute zum bewährten Standard im Bewerbungsprozess. Zunehmend an Bedeutung gewinnen daneben Online-Bewerbungsportale, über die viele Unternehmen ihre Bewerbungen inzwischen bevorzugt entgegennehmen.
Gegenüber der klassischen postalischen Bewerbung bietet die E-Mail nach wie vor klare Vorteile: Große Postberge entfallen, und die Weiterleitung interessanter Bewerbungen an Kolleginnen und Kollegen ist mit wenigen Klicks möglich. Zwischenbescheide, Einladungen zum Vorstellungsgespräch und teils sogar Absagen lassen sich automatisiert verschicken – das spart Unternehmen Zeit und Geld, unter anderem, weil auch die Rücksendung von Unterlagen entfällt.
Auch für Sie als Bewerberin oder Bewerber bringt die E-Mail-Bewerbung Vorteile: Sie sparen sich die teure klassische Bewerbungsmappe und hohe Portokosten. In der Regel erhalten Sie zudem eine sofortige Eingangsbestätigung und eine schnellere Rückmeldung.
Was muss man bei einer E-Mail-Bewerbung beachten?
Grundsätzlich verfassen Sie eine E-Mail mit kurzem Text und der genauen Stellenbezeichnung. In der Anlage befinden sich die üblichen Bewerbungsunterlagen – Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf, eventuell ein Motivationsschreiben und die Anlagen. Speichern Sie diese Anlagen immer als PDF-Datei. Die E-Mail-Bewerbung ersetzt lediglich die Art des Versands – die gleiche Sorgfalt wie bei der klassischen Bewerbungsmappe gilt also weiterhin.
Fehlerfrei bleiben
Prüfen Sie Anschreiben und sämtliche Anhänge sorgfältig auf Schreib- und Tippfehler sowie korrekte Groß- und Kleinschreibung.
Ton treffen
Vermeiden Sie umgangssprachliche Formulierungen und unnötige Abkürzungen – hier gelten die Regeln der klassischen Briefkommunikation.
Anrede & Schlussformel
Auch eine E-Mail-Bewerbung braucht eine persönliche Anrede und eine höfliche Grußformel am Ende.
Passende Schriftart
Ich empfehle leserfreundliche Schriften wie Arial, Calibri, Century Gothic, Tahoma, Times New Roman oder Verdana – am besten dieselbe Schriftart, die Sie auch in Ihrer Bewerbung verwenden.
Auch eine E-Mail-Bewerbung verdient die Sorgfalt einer gedruckten Mappe.
Absender und Empfänger richtig wählen
Absender-Adresse
Verwenden Sie keine Fantasie-E-Mail-Adresse wie „hanswurst78@…". Richten Sie sich bei einem Gratisprovider notfalls eine seriöse Adresse mit Ihrem echten Vor- und Nachnamen ein, zum Beispiel max.mustermann@provider.de. Rufen Sie Ihr Postfach zudem täglich ab, damit Sie zeitnah reagieren können.
Empfänger der E-Mail
Nutzen Sie ausschließlich die in der Stellenanzeige angegebene E-Mail-Adresse. Bei einer Initiativbewerbung erkundigen Sie sich am besten vorab telefonisch oder auf der Unternehmenshomepage nach der richtigen Adresse – Sammeladressen wie „info@…" nutzen Sie nur, wenn ausdrücklich angegeben oder telefonisch abgesprochen.
Betreffzeile und Anschreiben-Text
Benennen Sie bereits im Betreff eindeutig, auf welche Position Sie sich bewerben – inklusive Kennziffer, sofern in der Stellenanzeige angegeben, damit Ihre Bewerbung sofort richtig zugeordnet werden kann.
Betreff: Bewerbung auf die Stelle als Bürokauffrau in Ihrer Niederlassung in Musterhausen – Kennziffer 12345
Genau wie beim klassischen Anschreiben einer postalischen Bewerbung braucht auch der Text Ihrer E-Mail-Bewerbung eine Anrede und eine abschließende Grußformel:
Sehr geehrte Frau Musterfrau,
anbei sende ich Ihnen gerne meine Bewerbungsunterlagen auf die Stelle als Bürokauffrau in Ihrer Niederlassung in Musterhausen zu.
Ich freue mich auf eine Rückmeldung von Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann
Musterstr. 1
12345 Musterhausen
Mobil: 01234 56 78 90
E-Mail: max.mustermann@musterhausen.de
Zeugnisse und Anlagen richtig gestalten
Der Anhang Ihrer E-Mail-Bewerbung sollte 5 MB nicht überschreiten und sinnvoll benannt sein – etwa „Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf.pdf" oder „Arbeitszeugnisse.pdf". Fügen Sie nur wesentliche Dokumente bei, am besten gebündelt in maximal zwei PDF-Dateien.
Sortierung
Ordnen Sie Ihre Zeugnisse und Anlagen nach Arbeits-, Schulzeugnissen und Seminarbescheinigungen – das Aktuellste immer oben, passend zur Reihenfolge im Lebenslauf.
Vollständigkeit
Zu jeder im Lebenslauf genannten Position sollte ein Zeugnis beiliegen. Seminarbescheinigungen können Sie dagegen meist weglassen, um den Rahmen nicht zu sprengen.
Gute Scan-Qualität
Achten Sie auf gerade eingescannte Seiten ohne Schattenränder oder Flecken – das wirkt sich direkt auf den professionellen Eindruck aus.
PDF-Format
Speichern Sie alle Anlagen als PDF – das ist auch für eine ATS-konforme Bewerbung entscheidend, damit Ihre Unterlagen zuverlässig ausgelesen werden.