Fünf-Faktoren-Modell
Beschreibt Persönlichkeit stufenlos anhand von fünf Dimensionen. Das Modell gilt in der Psychologie als besonders gut erforscht und wird auch in vielen berufsbezogenen Verfahren genutzt.
Ob bei der Berufswahl oder im Auswahlverfahren: Persönlichkeitstests gewinnen an Bedeutung. Machen Sie hier Ihren kostenlosen Selbsttest – und erfahren Sie, was solche Verfahren leisten, wo ihre Grenzen liegen und wie Sie sich vorbereiten.
Persönlichkeitstests sollen helfen, die eigenen Eigenschaften, Motive und Vorlieben besser zu verstehen. In der Berufswahl und Karriereplanung regen sie zur Selbstreflexion an und geben Hinweise, welche Tätigkeiten und Arbeitsumfelder zu Ihnen passen könnten. Im Bewerbungsverfahren nutzen manche Unternehmen sie als einen Baustein, um Bewerbende besser kennenzulernen.
Typischerweise schätzen Sie sich anhand vorgegebener Aussagen auf einer Skala selbst ein. Richtig oder falsch gibt es dabei nicht. Aus Ihren Antworten entsteht ein Selbstbild, das sich mit einer Fremdeinschätzung abgleichen lässt – etwa durch eine Coachin oder einen Coach, Beobachtende im Assessment-Center oder Personalverantwortliche.
In meiner Zeit als Personalentscheiderin habe ich mit verschiedenen zertifizierten Testverfahren gearbeitet, deren Auswertung eine intensive Schulung erforderte. Meine Erfahrung: Ein Test ist nie das letzte Wort – aber ein sehr guter Ausgangspunkt für ein ehrliches Gespräch über Stärken und Entwicklungsfelder.
20 Aussagen, angelehnt an das wissenschaftlich gut untersuchte Fünf-Faktoren-Modell („Big Five“). Antworten Sie spontan – so, wie Sie im Alltag wirklich sind.
Bitte beachten: Dieser Selbsttest ist ein Impuls zur Selbstreflexion. Er ist kein wissenschaftlich validiertes Testverfahren und ersetzt keine professionelle Diagnostik oder Beratung. Ihre Antworten werden ausschließlich in Ihrem Browser ausgewertet und weder gespeichert noch übertragen.
In Zeitschriften und im Internet gibt es unzählige Tests – von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden. Für Beruf und Karriere lassen sich drei Gruppen unterscheiden.
Beschreibt Persönlichkeit stufenlos anhand von fünf Dimensionen. Das Modell gilt in der Psychologie als besonders gut erforscht und wird auch in vielen berufsbezogenen Verfahren genutzt.
Ordnen Menschen festen Typen oder Farben zu. Sie sind anschaulich und für Teamworkshops beliebt, gelten in der Fachwelt aber als weniger zuverlässig, weil Menschen selten eindeutig in eine Kategorie passen.
Verfahren, die gezielt berufsrelevante Eigenschaften erfassen. Qualitätsmaßstab für die berufsbezogene Eignungsdiagnostik in Deutschland ist die Norm DIN 33430.
Ein seriöser Test ist transparent: Er erklärt, was gemessen wird, wie die Ergebnisse zustande kommen und was mit Ihren Daten passiert. Seien Sie skeptisch bei Tests, die mit wenigen Fragen „Ihren Traumberuf“ versprechen.
Wer seine Motive, Vorlieben, Stärken und Schwächen kennt, kann dieses Wissen auf vielen Ebenen nutzen.
Sie erkennen leichter, was Ihnen Energie gibt – und was die Ursache für Unzufriedenheit oder Frust im Job sein kann.
Sie gewinnen Ideen, wie Sie sich weiterentwickeln können und in welche Richtung Ihre Berufs- und Karriereplanung gehen könnte.
Unterschiede zu Kolleginnen, Kollegen oder Vorgesetzten werden greifbarer. An die Stelle von Vorwürfen tritt ein sachlicherer Umgang.
Und ganz nebenbei: Wer seine Stärken kennt und mit Beispielen belegen kann, antwortet im Vorstellungsgespräch deutlich überzeugender. Wie das gelingt, lesen Sie unter Fragen und Antworten im Vorstellungsgespräch.
Ein Test kann …
Ein Test kann nicht …
Ob eine ausgeprägte Eigenschaft im Job zur Stärke wird, hängt auch vom Umfeld ab: Kolleginnen und Kollegen, Führungskräfte und Unternehmenskultur entscheiden mit, ob sich ein Merkmal entfalten kann. Für ein aussagekräftiges Bild empfiehlt sich deshalb immer eine Kombination verschiedener Verfahren – und ein persönliches Gespräch.
Ein Persönlichkeitstest ist ein Spiegel, kein Urteil. Spannend wird es erst im Gespräch darüber.
Persönlich. Wertschätzend. Auf Augenhöhe.
Auf die konkreten Fragen können Sie sich kaum vorbereiten – auf die Situation schon.
Diese Fragen helfen bei der Vorbereitung:
Wer versucht, das „gewünschte“ Profil zu treffen, verfängt sich leicht in Widersprüchen. Viele professionelle Verfahren enthalten Kontrollfragen, und die Ergebnisse werden meist im Gespräch vertieft. Ein geschöntes Profil hilft Ihnen außerdem nicht, wenn die Stelle am Ende nicht zu Ihnen passt.
Testergebnisse sind personenbezogene Daten. Sie dürfen fragen, wofür sie genutzt werden, wer sie sieht und wann sie gelöscht werden. Fragen zu geschützten Merkmalen sind auch im Test tabu – mehr dazu unter zulässige und unzulässige Fragen.
Persönlichkeitstests sind häufig Teil eines Assessment-Centers. Wie Sie sich darauf und auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten, üben wir gern gemeinsam im Online-Coaching.
Grundsätzlich ja, wenn das Verfahren einen klaren Bezug zur Stelle hat und fachlich geeignet ist. Die Ergebnisse sind personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO: Sie dürfen fragen, wofür sie verwendet werden, wer sie sieht und wann sie gelöscht werden. Unzulässig sind Tests, die auf geschützte Merkmale wie Religion oder Gesundheit zielen. Diese Information ersetzt keine Rechtsberatung.
Auf die konkreten Fragen kaum – wohl aber auf die Situation. Wer sich vorher mit den eigenen Stärken, Werten und typischen Verhaltensweisen beschäftigt hat, antwortet sicherer und stimmiger. Wichtig sind außerdem Ruhe, Ausgeschlafenheit und ein sorgfältiges Lesen der Anleitung.
Das Fünf-Faktoren-Modell, auch „Big Five“ genannt. Es beschreibt Persönlichkeit anhand von fünf Dimensionen: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und emotionale Stabilität. Typenmodelle, die Menschen in feste Kategorien einordnen, sind zwar beliebt, gelten in der Fachwelt aber als weniger gut belegt.
Teilweise. Viele Menschen antworten unbewusst so, wie es sozial erwünscht scheint. Professionelle Verfahren enthalten jedoch häufig Kontrollfragen, die widersprüchliche oder geschönte Antworten erkennen sollen. Zudem werden die Ergebnisse meist im Gespräch hinterfragt. Ehrliches, konsistentes Antworten ist deshalb die beste Strategie.
Kostenlose Tests können gute Denkanstöße liefern, sind aber meist nicht wissenschaftlich überprüft. Nehmen Sie die Ergebnisse als Anregung zur Selbstreflexion – nicht als Urteil über Ihre Persönlichkeit. Aussagekräftiger wird es, wenn Sie Ihr Selbstbild mit Rückmeldungen von anderen abgleichen.
Ein Selbsttest ist ein guter Anfang. In meiner Berufs- und Karriereberatung gehen wir tiefer: Mit einer fundierten Stärken- und Potenzialanalyse und einem persönlichen Gespräch per Video finden wir heraus, welche Aufgaben, Arbeitsumfelder und nächsten Schritte wirklich zu Ihnen passen. Auf Wunsch ist das auch im Rahmen eines AVGS-Coachings möglich.