Antwort mit weiterem Interesse
Wenn Sie für künftige Stellen im Gespräch bleiben möchten
Beispiel-Formulierung per E-MailEine Absage tut weh – besonders, wenn Sie sich große Hoffnungen gemacht haben. Ich zeige Ihnen, was eine Absage wirklich bedeutet, ob und wie Sie darauf antworten und wie Sie aus jeder Absage neue Kraft für die nächste Bewerbung ziehen.
Sehr geehrte Maxime Mustermann,
vielen Dank für Ihre Bewerbung und Ihr Interesse an unserem Unternehmen.
Nach sorgfältiger Prüfung müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir uns für andere Bewerbende entschieden haben, deren Profil noch genauer zu unserem Anforderungsprofil passt. Diese Entscheidung ist uns angesichts der vielen guten Bewerbungen nicht leichtgefallen.
Für Ihre berufliche Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute und viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Personalabteilung
Musterfirma GmbH
Solche Formulierungen kennen fast alle, die sich schon einmal beworben haben. Die meisten Unternehmen arbeiten mit vorformulierten Standardabsagen – oft automatisch versendet über ihr Bewerbermanagementsystem. Je weiter Sie im Auswahlprozess gekommen sind, desto persönlicher wird die Absage in der Regel.
Aus meiner Erfahrung als Personalentscheiderin weiß ich: Auf manche Stellen gehen sehr viele Bewerbungen ein. Dann müssen Unternehmen auch Menschen absagen, die das Anforderungsprofil eigentlich gut erfüllen. Eine Absage ist deshalb selten ein Urteil über Sie als Person – auch wenn sie sich im ersten Moment so anfühlt.
Den wahren Grund für eine Absage erfahren Sie oft nicht. Häufig spielen Faktoren eine Rolle, auf die Sie keinen Einfluss haben.
Die Stelle wird intern besetzt, das Budget gestrichen oder das Anforderungsprofil kurzfristig geändert. Das erfahren Bewerbende fast nie.
Oft liegen am Ende mehrere gute Bewerbungen nah beieinander. Dann entscheiden Details – etwa eine bestimmte Branchenerfahrung oder ein früherer Eintrittstermin.
Worauf Sie Einfluss haben: Ihre Unterlagen, Ihre Vorbereitung und Ihr Auftreten. Genau hier setzen Sie für die nächste Bewerbung an.
Eine Absage ist kein Urteil über Sie – oft ist sie nur ein Hinweis, dass die passende Stelle noch auf Sie wartet.
Ärger und Frust sind normal. Antworten Sie nicht im ersten Impuls, sondern lassen Sie die Nachricht einen Tag sacken.
Gerade nach einem persönlichen Gespräch kann eine kurze, freundliche Antwort die Tür offenhalten – einen Mustertext finden Sie weiter unten.
Nutzen Sie den Bewerbungs-Check auf dieser Seite und schauen Sie mit etwas Abstand auf Ihre Unterlagen.
Neues Spiel, neues Glück: Bei anderen Unternehmen – oder beim selben, wenn dort wieder eine passende Stelle ausgeschrieben wird.
Die meisten Bewerbenden nehmen eine Absage einfach hin. Dabei kann eine kurze, freundliche Antwort Türen offenhalten – etwa wenn die eingestellte Person das Unternehmen in der Probezeit wieder verlässt oder bald eine ähnliche Stelle frei wird.
Sinnvoll, wenn …
Besser verzichten, wenn …
Passen Sie die Vorlage an Ihre Situation an – Name, Stelle, Kennziffer und einen persönlichen Bezug.
Wenn Sie für künftige Stellen im Gespräch bleiben möchten
Beispiel-Formulierung per E-MailÜbernehmen Sie im Betreff die Formulierung aus Ihrer Bewerbung – inklusive Kennziffer, falls vorhanden. Die vollständige Postanschrift brauchen Sie in der Signatur nicht, Name und Mobilnummer genügen. Ob sich eine Dankes-E-Mail schon nach dem Gespräch gelohnt hätte, lesen Sie unter Nach dem Vorstellungsgespräch.
Viele Bewerbende möchten wissen, woran es gelegen hat. Die ehrliche Antwort: Eine Begründung bekommen Sie heute so gut wie nie – weder schriftlich noch am Telefon. Unternehmen halten sich bewusst zurück, um sich nicht dem Vorwurf einer Benachteiligung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) auszusetzen. Einen gesetzlichen Anspruch auf eine Begründung haben Sie in der Regel nicht.
Sparen Sie sich deshalb die Nachfrage und investieren Sie Ihre Zeit lieber in einen ehrlichen Blick auf Ihre eigenen Unterlagen – mit dem Bewerbungs-Check weiter unten oder mit Unterstützung von außen.
Haben Sie den Eindruck, wegen Ihres Alters, Ihres Geschlechts, Ihrer Herkunft oder eines anderen geschützten Merkmals abgelehnt worden zu sein? Dann lesen Sie unter Zulässige und unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch, welche Fristen gelten und wo Sie Beratung erhalten.
Hinter den meisten Absagen steckt eine Entscheidung zwischen mehreren guten Bewerbungen – kein Urteil über Ihren Wert.
Haken Sie an, was auf Ihre letzte Bewerbung zutrifft. Für alle offenen Punkte erhalten Sie konkrete Tipps.
Meine Bewerbung
Eine Absage ist normal. Wenn sich Absagen häufen, ist das aber ein Zeichen, die eigene Strategie zu überprüfen.
Bleiben Einladungen aus, liegt es meist an den Unterlagen. Bei der Erstellung und Optimierung Ihrer Bewerbung unterstütze ich Sie gern.
Werden Sie eingeladen, aber nicht genommen, lohnt sich ein Blick auf das Gespräch. Im Online-Coaching üben wir realistisch per Video.
Manchmal passt die Richtung nicht ganz. In der Berufs- und Karriereberatung finden wir gemeinsam heraus, welche Stellen wirklich zu Ihnen passen.
Vertrauen Sie auf sich, Ihre Erfahrung und alles, was Sie bisher erreicht haben. Der Tag wird kommen, an dem Ihre Qualifikation und Ihre Persönlichkeit zu einer Stelle und einem Unternehmen passen. Sind Sie arbeitsuchend gemeldet, kann mein Coaching unter Umständen über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) gefördert werden.
Sie müssen nicht, können aber. Eine kurze, freundliche Antwort lohnt sich vor allem nach einem persönlichen Gespräch oder wenn das Unternehmen Ihr Wunscharbeitgeber ist. Bedanken Sie sich, signalisieren Sie weiteres Interesse und verzichten Sie darauf, die Entscheidung infrage zu stellen.
Ja. Auf eine andere passende Stelle können Sie sich jederzeit bewerben. Für dieselbe Stelle lohnt sich ein neuer Versuch vor allem dann, wenn sie nach einigen Monaten erneut ausgeschrieben wird oder sich Ihre Qualifikation inzwischen weiterentwickelt hat.
Dann liegt der Hebel meist bei den Bewerbungsunterlagen: Sie zeigen nicht deutlich genug, warum Sie zur Stelle passen, oder wichtige Begriffe aus der Stellenanzeige fehlen. Viele Unternehmen nutzen zudem Bewerbermanagementsysteme, die Unterlagen vorsortieren. Ein ehrlicher Blick von außen auf Anschreiben und Lebenslauf hilft hier oft am schnellsten.
Das Unternehmen möchte Ihre Unterlagen über das aktuelle Verfahren hinaus aufbewahren, um Sie bei passenden Stellen erneut anzusprechen. Dafür ist nach der DSGVO in der Regel Ihre Einwilligung nötig, die Sie jederzeit widerrufen können. Ein Talentpool ist oft ein gutes Zeichen – verlassen Sie sich aber nicht allein darauf und bewerben Sie sich weiter.
Warten Sie etwa zwei bis drei Wochen und fragen Sie dann einmal freundlich per E-Mail oder Telefon nach dem Stand. Bleibt auch das unbeantwortet, haken Sie die Stelle ab und investieren Sie Ihre Energie in neue Bewerbungen.
Sie möchten wissen, woran es liegt – und es beim nächsten Mal besser machen? Ich schaue mir Ihre Bewerbungsunterlagen mit dem Blick einer erfahrenen Personalentscheiderin an oder bereite Sie im Online-Coaching gezielt auf Ihr nächstes Vorstellungsgespräch vor.
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